Love it, change it, leave it: Ein Lebensmotto für Dich!

Jeder kennt diese Entwicklung: Eine Person oder eine Situation, die einem zuerst wie der Himmel auf Erden erschien, offenbart mit der Zeit Facetten, die dazu führen, dass man selbst unzufrieden, vielleicht sogar unglücklich wird. Oder wie es Hermann Hesse ausdrückte: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“. Aber was tun, wenn dieser Zauber zu verfliegen droht?

Wie man es auch dreht und wendet, es bleiben zwei Möglichkeiten: „Verändere es“ oder „Verlasse es“. Diese einfache Entscheidung zwischen zwei Alternativen klingt logisch und führt meist zu einem Kreislauf aus Lieben – Verändern – Verlassen.

Lebensmotto Schaubild

Die drei Phasen in Kurzform:

„Love it – Liebe es“

In dieser Situation fühle ich mich wohl. Das Leben ist schön.
Leider trübt sich das Bild allzu oft und Menschen verändern sich oder Gefühle verlieren an Intensität.
Dieser Situation muss ich mich stellen.

„Change it – Verändere es“

Meist gibt es zwei Möglichkeiten:
Entweder ich verändere etwas an meiner Situation, oder ich verändere meinen Blickwinkel und betrachte die Situation aus einer anderen Perspektive.

„Leave it – Verlasse es“

Ich verabscheide mich von dem Menschen oder der Situation.
Ich lasse die Vergangenheit hinter mir.
Ich suche nach einem neuen „Love it“.

WICHTIGER HINWEIS: Du solltest nicht zu viel Zeit zwischen „Verändere es“ und „Verlasse es“ zubringen, der Aufenthalt zwischen diesen zwei Punkten kann sehr schmerzhaft sein.

Liebe
Liebe

„Love it – Liebe es“

In welchen Situationen sollte ich mein „Love it – Liebe es“ hinterfragen?

Bisher hatte ich eine positive Einstellung zu dieser Person / Situation, aber sie beginnt zu schwinden.
Ich empfinde nicht mehr dasselbe für die Person / Situation, wie am Anfang.
Ich habe das Gefühl, die Situation hat sich verschlechtert.
Ich bin zunehmend unzufriedener mit der Person / Situation.
Es geht mir mit dieser Person bzw. in dieser Situation immer schlechter.

Wie kann ich mein „Love it – Liebe es“ überprüfen?

Falls es sie gibt, was sind die positiven Seiten der Person / Situation?
Trägt die Person/Situation dazu bei, dass ich meine Ziele erreiche?
Was kann ich tun, um mir die positiven Aspekte in Erinnerung zu rufen?
Was kann ich tun, um die Person / Situation zu lieben.
Kann ich daraus ein Spiel machen? Wenn ja, welches?
Wie kann ich lernen, besser mit der Situation / Person umzugehen?
Was kann ich tun, um meiner Umgebung und meinen Mitmenschen allgemein mit mehr Liebe zu begegnen.
Nehme ich mir das Recht und die Zeit, die Welt auch mal in positivem Licht zu sehen? Das Leben einfach mal locker zu sehen?

Welche Verhaltensweisen sind Alarmsignale, die ich beachten sollte?

Ich ärgere mich immer wieder darüber, dass die Person oder Situation anders ist, als ich es mir wünsche.
Ich gebe Anderen (der Wirtschaft, der Politik oder deinem Lebenspartner) die Schuld an den Zuständen.
Ich bin einfach nur traurig, dass es so ist, wie es ist.
Ich betäube mich mit Ablenkungen, wie Alkohol oder Drogen aller Art.

Diese Verhaltensweisen bringen Dich ganz bestimmt nicht weiter.
Beobachte Dich selbst. Sollten Anzeichen für solche Verhaltensmuster auftauchen, gib ihnen keine Chance!

Beispiele für solche Verhaltensmuster und ihre Auslöser lassen sich in vielen Bereichen des täglichen Lebens finden:

Das kann eine Meinungsverschiedenheit in Partnerschaft oder Familie sein, ein Arbeitskollege, der gerne vergisst sich an Teamaufgaben adäquat zu beteiligen oder ein Freund, der einem unbedingt seine Ansichten zu einem bestimmten Streitpunkt aufzwingen will.

Der Blick des Adlers auf die kommenden Veränderungen. Foto: Markus Rübsamen
Der Blick des Adlers auf die kommenden Veränderungen.

„Change it – Verändere es“

Was kann ich verändern?

Ich schaffe Bewusstsein dafür, dass ich mich verändern kann.
Ich bin mir über meine Wünsche und Ziele klar, betrachte mich selbst eingehend.
Ich beziehe meine Eigenschaften und Marotten in die Veränderungen mit ein.
Ich benenne die Dinge, die mich, z.B. an anderen, stören und betrachte sie genau.
Ich entwickle jeweils angepasste Strategien, um Konflikte gezielt anzugehen.

WICHTIG: Ich muss in jedem Fall konstruktiv in den Veränderungsprozess einsteigen!

Habe ich wirklich den festen Willen, meine Situation zu ändern?
Was muss ich dazu beitragen?
Auf was muss ich eventuell verzichten? Will ich das?
Was genau will ich verändern?
Wie will ich die Veränderungen umsetzen?
Was muss auf der anderen Seite passieren, damit ich wieder ins „Love it – Liebe es“ zurückfinde?
Was kann ich tun, um besser mit der Situation und meinen Mitmenschen auszukommen?
Was brauche ich, damit ich mich in einer gegebenen Situation wohl fühle?
Wie kann ich mich stärker einbringen, was kann ich selbst verändern?
Welche Spielräume gibt es, die ich bisher nicht gesehen, nicht für möglich gehalten habe?
Wann will ich die Veränderung umgesetzt haben?

Lebensmotto
Entscheidungen bleiben nicht aus

 

„Leave it – Verlasse es“

Du bist am buchstäblichen Scheideweg angelangt. Der Punkt, an dem du erkennst, dass deine Veränderungsversuche fruchtlos sind und deine Liebe für die Person oder die Situation definitiv erloschen ist. Nun folgt der oft schwerste Teil: Man muss die Kraft aufbringen, seinem Lebensmotto zu folgen und sich zu lösen.

Treffen folgende Aussagen auf dich zu? Dann ist es Zeit für „Leave it“!

Ich befinde mich in einer Sackgasse.
Ich kann diese Panzerung nicht durchbrechen.
Ich befinde ich in einer Situation der gegenseitigen Abhängigkeit, die allen Betroffenen, vor allem aber mir schadet.
Ich habe – auf gut Deutsch – die Schnauze gestrichen voll!

Ich reite nicht nur das, was die Indianer ein totes Pferd nennen, ich versuche es wieder zu beleben und schleppe es auf meinem Rücken weiter. Leave it!


Schreibe einen Kommentar